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Eine gute Nachricht aus der christlichen Welt kommt aus Argentinien. Dort hat sich die katholische Kirche eindeutig gegen Antizionismus ausgesprochen. HM
„ Antizionismus ist eine Form von Antisemitismus"Katholische Repräsentanten in Argentinien verurteilen Antizionismus Von Florencia Arbiser
Eine Verlautbarung, in der alle Formen des Antisemitismus „vollumfänglich zurückgewiesen" werden, einschließlich des „Antizionismus als eine neuere Manifestation des Antisemitismus", ist letzte Woche in Buenos Aires zum Abschluss des 18. Treffens der Internationalen Liaisonkommission zwischen jüdischen und katholischen Intellektuellen und religiösen Führern veröffentlicht worden. Die Teilnehmer des Treffens verpflichteten sich auch zur Zusammenarbeit in den Bereichen Gerechtigkeit und Wohltätigkeit. „Hier in Lateinamerika haben wir eine bahnbrechende Veränderung bewerkstelligt", sagte Elan Steinberg, Vizepräsident des Exekutive des World Jewish Congress (WJC). „Die Regierung und die katholische Kirche, die beiden wichtigsten Institutionen der Region, unterstützen uns." Vertreter des WJC, die bei der Organisation des Forums mitgeholfen hatten, kamen auch mit Argentiniens Präsident Néstor Kirchner zusammen. Dieser erklärte sich ihnen gegenüber bereit, andere lateinamerikanische Präsidenten zu veranlassen, eine Petition gegen den Antisemitismus zu unterzeichnen. Nach Abschluss des Treffens stellten die jüdischen Kongressteilnehmer mit Zufriedenheit fest, dass das Abschlussdokument den Terrorismus als eine „Sünde gegen Gott und die Menschheit" verurteilte. Die Delegierten schlugen im Hinblick auf den im nächsten Jahr stattfindenden 40. Jahrestag der Erklärung „Nostra Aetate" eine gemeinsame Feier vor. In der Erklärung hielt der Vatikan offiziell fest, dass die Juden historisch nicht verantwortlich seien für den Tod Jesu. Auch wurde die Einrichtung eines gemeinsamen Gedenkanlasses für die Opfer des Holocaust vorgeschlagen. Das Forums war das erste internationale Treffen von Offiziellen des Vatikans und jüdischen Delegierten in Lateinamerika, einer von 550 Millionen Menschen bewohnten Region, unter ihnen 475 Millionen Katholiken und 525 000 Juden. Das Hauptthema des Treffens war „Zedek und Zedaka" (Gerechtigkeit und Wohltätigkeit). Hinter diesem Motto steht die Hilfe, welche die jüdische Gemeinschaft und die katholische Kirche der Lokalbevölkerung nach dem Zusammenbruch der argentinischen Wirtschaft im Dezember 2001 geleistet haben. Ein Austragungsort für das nächste Treffen wurde noch nicht bestimmt, doch stand die Abhaltung des Anlasses in Israel zur Diskussion. „Somit können wir neue Freunde nach Israel bringen. Wir brauchen Alliierte", sagte der WJC-Vorsitzende Rabbi Israel Singer. Für Shear Yashuv Cohen, den Oberrabbiner von Haifa, war der Anlass wichtig, weil er gläubige Menschen und nicht politische oder Menschenrechtsorganisationen zusammenbrachte. Judith Hertz von der Vereinigung für Reformjudentum - die einzige Frau in der jüdischen Delegation - war speziell beeindruckt davon, dass die katholischen Persönlichkeiten so weit gereist waren und so viel Zeit aufwendeten, um die Belange der Juden zu behandeln. „Die Katholiken", so sagte sie, „sprechen von der Liebe zu Gott, wir von der Verbesserung der Welt. Unsere zentralen Wertvorstellungen sind die gleichen: Wir müssen etwas unternehmen für hungernde Kinder und einsame Betagte." Aus: tachles vom 16. Juli 2004
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